Unsere Themen

Schutz von Mensch und Natur

Foto: Bernd Stoll (www.berndstoll.com)

Im Zentrum der Region gelegen hat das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen nicht nur einen zentralen Platz im Herzen aller Pfälzer*innen, sondern auch und vor allem eine wichtige Bedeutung für den Klimaschutz, den Erhalt bzw. die Steigerung der Biodiversität, die dringend notwendige Stärkung der regionalen Wirtschaft und des Tourismus. Wir nehmen die Verantwortung, die der Bezirkstag mit der Trägerschaft für die Gestaltung des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen übernommen hat, sehr ernst. Dank des GRÜNEN Umweltministeriums konnten die naturbelassenen Kernzonen auf drei Prozent der Waldfläche ausgedehnt werden und damit deren Entwicklung zu einem „Urwald“ eingeleitet werden. In Zeiten anhaltenden Artenschwunds stellen Urwälder ein unverzichtbares Genpotential dar. Wir streben daher eine weitere Erhöhung der Kern- und Entwicklungszonen an. Mit der Besetzung der Geschäftsführer*innenstelle und den neu geschaffenen Projektstellen ist die Geschäftsstelle endlich in der Lage die dringend erforderliche Akquise und Umsetzung von Projekten zügig anzugehen, allen voran das Naturschutzgroßprojekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“. Dieses Projekt ist essentiell für die ökologisch und touristisch notwendige Offenhaltung der Freiflächen im Pfälzerwald. Damit verbunden ist eine signifikante Erhöhung der Artenvielfalt durch den, mit der Beweidung verbundenen, Samentransport. Die Hütten des Pfälzerwaldvereins und der Naturfreunde sind das Alleinstellungsmerkmal unseres Pfälzerwaldes. Mit der, von uns GRÜNEN angeregten, Sanierung unter Berücksichtigung erneuerbarer Energien, wie Biomasse oder PV-Anlagen, wollen wir diese zukunftsfähig und noch einzigartiger machen. Die Umwandlung der Pfalz- in eine Umweltakademie halten wir eine richtungsweisende Entscheidung und werden sie konstruktiv unterstützen.  Eine große Gefahr für das Biosphärenreservat sehen wir im 4-spurigen Ausbau der B10, den wir GRÜNE entschieden ablehnen. Diese Straße zerschneidet jetzt schon den Pfälzerwald, versiegelt wertvolle Flächen und führt zu einer starken Zunahme der Verkehrsbelastung. Zudem werden die Tunnel Nadelöhre bleiben! Stattdessen wollen wir den Ausbau der Rad- und Schienenwege.

Nachhaltige Landwirtschaft 

Foto: Bernd Stoll (www.berndstoll.com)

Immer mehr Verbraucher*innen legen Wert auf gesunde Lebensmittel und deren umweltverträgliche Erzeugung. Wir wollen daher einen höheren Anteil  biologisch erzeugter Lebensmittel aus der Region als Gegenpol zu den Monokulturen und dem Intensiv-Gemüseanbau in der Vorderpfalz. Dieser geht mit einer starken Belastung der Böden und des Grundwassers einher und sollte daher sukzessive ersetzt werden. Ein wichtiges Anliegen ist uns die Weiterentwicklung der Versuchsanstalt Neumühle. Sie ist seit ihrer Gründung vor fast 70 Jahren zuständig für die Aus- und Fortbildung in der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen, halten wir unter den sich ändernden Ansprüchen der Verbraucher*innen eine Neuausrichtung im Hinblick auf eine biologische Fleischproduktion und die Vermittlung der damit verbundenen Kenntnisse für unabdingbar. Die einzige überbetriebliche Ausbildungsstätte für Viehhaltung in Rheinland- Pfalz muss erhalten bleiben. Wir regen an, die Schweine zukünftig gemäß verbindlicher Erzeugerrichtlinien, wie sie bspw. für Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. aus kontrollierter und artgerechter Haltung gelten, zu halten.

Kultur und Bildung

Museen und Theater des Bezirksverbands bereichern das kulturelle Leben in der Pfalz. Wir Grüne stehen für den Erhalt des dreispartigen Pfalztheaters, den Ausbau von Kooperationen, etwa mit kleineren Profitheatern sowie soziokulturellen Initiativen und Bildungseinrichtungen und für eine Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit von Kunst- und Kulturinstitutionen wie Pfalzgalerie oder Historisches Museum. Außerdem stehen wir für eine bunte, vielfältige Kulturförderung in der Pfalz. Gerade in Zeiten, in denen die Kunstfreiheit vermehrt unter Beschuss gerät, ist der gesellschaftliche Beitrag von Kunst und Kultur zu gesellschaftlicher Vielfalt und Demokratiebildung nicht zu unterschätzen.

Gedenkarbeit ist 74 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus wichtiger denn je. Das Schicksal der Opfer darf nicht vergessen werden! Täter gab es auch in der Pfalz. Das zu erkennen kann junge Menschen vor der Verführung durch rechtes Gedankengut schützen. Erinnerungsarbeit ist Demokratiepädagogik und muss regional weiter entwickelt werden.

Die beiden Schulen des Bezirksverbandes sind etwas ganz Besonderes: Die Meisterschule in Kaiserslautern nimmt sich junger Menschen an, die sich schulisch und beruflich, oft nach schwieriger Schullaufbahn, qualifizieren wollen. Im PIH in Frankenthal lernen Nichthörende z.T. gemeinsam mit Hörenden bald hoffentlich auch bis zum Abitur im benachbarten Gymnasium. Beide Institutionen tragen zur Erfüllung der UN-Behindertenrechtskonzeption bei. Wir GRÜNE wollen die Inklusion in allen Bildungseinrichtungen!

Klimaschutz und neue Energie

Klimaschutz ist der umfassendste Naturschutz. Wir fordern ein Energie- und Klimaschutzkonzept für die Weiterentwicklung des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Wir wollen die Energiewende vor Ort demokratisch unter Beteiligung der Bevölkerung planen und umsetzen. Die Landschaft der Energieerzeuger in der Pfalz ist geprägt von zahlreichen Stadt- und Gemeindewerken sowie den Pfalzwerken. Auch Energiegenossenschaften sind wichtige Bausteine für die Umsetzung unserer Vision einer Energieversorgung in Bürger*innenhand. Die Möglichkeiten, die sich dem Bezirksverband als Mehrheitseigner der Pfalzwerke und als Kommunalverband bei der Umsetzung der Energiewende bieten, wollen wir aktiv nutzen – von Ladestationen für E-Bikes und E-Autos bis hin zu mehr Solarenergie in der Pfalz.

Gesundheit: Pfalzklinikum

Das Pfalzklinikum ist einer der größten Arbeitgeber in der Südpfalz und mit seinen ambulanten und stationären Angeboten pfalzweit der Anlaufpunkt für Menschen mit seelischer Erkrankung. Jeder Dritte braucht im Laufe seines Lebens diesbezüglich Hilfe. Deshalb muss die Klinik ein sicherer Ort sein und bleiben – auch für Menschen, die als Geflüchtete hier ankommen.