Aktionsplan Inklusion

GRÜNE FRAKTION freut sich über Inklusions-Fortschritte

Umsetzung des Aktionsplans INKLUSION beim BEZIRKSVERBAND PFALZ: Zwischenbericht im BEZIRKSAUSSCHUSS am Fr 30.10.2026 vorgestellt

Der aktuelle Zwischenbericht des Inklusionsbeauftragten Stefan Thome wurde am 30.10.2026 im Bezirksausschuss des Bezirksverbands Pfalz in Lambrecht vorgestellt. Er macht deutlich, dass der Aktionsplan Inklusion im Bezirksverband schrittweise zum Tragen kommt und erste Wirkungen beim Abbau von Barrieren zeigt.

Dafür möchten wir uns beim engagierten Inklusionsbeauftragten und allen Unterstützer*innen recht herzlich bedanken!

Von 48 Maßnahmen sind bereits 34 aufgenommen. Beispielhaft einige wichtige Maßnahmen:

  • Eingangssituation in der Pfalzakademie (Maßnahme 6)

Die Eingangstür ist bereits seit 2024 durch eine automatische Öffnung barrierefrei. Der Zugang entspricht derzeit zwar noch nicht den gesetzlichen Vorgaben. Aber er wird im Rahmen von Workshops eingesetzt. Dabei wird erkennbar, dass die Steigung für Rollstuhlfahrende nicht geeignet ist.

Ziel muss sein, dass entsprechend den notwendigen Vorschriften die Umsetzung angegangen wird – auch wenn dadurch Parkraum entfallen wird.

  • „Budget für Arbeit“ (Maßnahme 17)

Mit dem Förderinstrument „Budget für Arbeit“ sollen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Pfalzakademie hat hierzu bereits einen Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig eingestellt. Auch in weiteren Einrichtungen sind mehr Einstellungen im kommenden Jahr vorgesehen.

  • Kultur, Literatur, Natur & historische Forschung (Maßnahme 36)

Damit Führungen in Gebärdensprache und in leichter Sprache sowie Führungen mit audiodeskriptiven Elementen für Sehbehinderte verfügbar und über eine App abrufbar sind, werden Medienguides entwickelt. Diese sollen Anfang 2027 fertiggestellt sein.

  • „Berühren erlaubt“ (Maßnahme 37)

Im mpk Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern gibt es einen Raum mit einigen Exponaten, die gezielt zum Berühren einladen.

  • Ersthelfer*innen für psychische Gesundheit (Maßnahme 45)

Beschäftige des Bezirksverbands können an Workshops für Ersthelfer*innen für psychische Gesundheit teilnehmen, dem Konzept „Health first aid“ folgend.  In diesem Jahr werden zwei Workshops angeboten.

  • Barriere-Melder (Maßnahme 2) – Leider noch nicht angegangen

Ein niederschwelliges Angebot für einfache digitale Meldung in Bezug auf Probleme kann zukünftig auf die fehlende Barrierefreiheit hinweisen. Mit der neuen Homepage des Bezirksverbands sei dies möglich.

Die weitere Umsetzung erfordert eine überragende Motivation. Der Bericht zeigt auf, dass das Umsetzungspotential dort erhöht ist, wo bereits Sensibilisierungsseminare stattgefunden haben. So stehen mehr konstante Schritte an. Nützlich ist, dass der Bezirksverband Pfalz hier eine besondere Verpflichtung übernommen hat und dabei ist, den Aktionsplan ernsthaft umzusetzen.

Hierbei gilt es die Verantwortung in den Einrichtungen zu intensivieren, dass sie sich auf Schulungen einlassen, den Bedarf analysieren und vermehrt finanzielle Mittel für den Aktionsplan Inklusion einplanen.

„Inklusion ist eine Menschenrechtsfrage und kein nice to have“, so klar formuliert es Stefan Thome.

Dazu bedarf es weiterer Sensibilisierung, Offenheit für die Belange der Menschen und finanzielle Mittel zur Umsetzung.

Aus Sicht der GRÜNEN FRAKTION sind alle aufgefordert geeignete Strukturen zu schaffen, die es den Menschen mit Beeinträchtigungen von Anfang ermöglichen gleichberechtigter Teil der Gesellschaft im Alltag und im Arbeitsleben zu sein. Gerade dabei hat der Bezirksverband eine Vorbildfunktion in der Pfalz.

Nach Auskunft von Stefan Thome erleiden 10% der Menschen im Laufe ihres Lebens Einschränkungen. Das beinhaltet, dass es jeden/jede von uns treffen kann und dass sich alle wünschen und ein Recht dazu haben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Den gemeinsamen Leitantrag zum Inklusions-Aktionsplan hat die damalige Koalition CDU-SPD-GRÜNE im Bezirkstag gestellt. Der Antrag war einstimmig beschlossen worden und 2024 hat der Bezirksverband mit dem neu eingestellten Inklusionsbeauftragten Stefan Thome für die kommenden 5 Jahre die wichtige Arbeit aufgenommen.

Ziel ist und bleibt, den BEZIRKSVERBAND PFALZ im Sinne der UN-BEHINDERTENRECHTSKONVENTION (UN-BHRK) weiterzuentwickeln und die Vorgaben zu erfüllen.

Die grüne Fraktionsvorsitzende Irmgard Münch-Weinmann äußert sich erfreut über die im Plan vorgestellten Maßnahmen. „Inklusion beginnt in unseren Köpfen und braucht zusätzliches konkretes Handeln.“

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Waltraud Blarr ergänzt: „Es steht noch viel Arbeit an, um dem Anspruch der Inklusion gerecht zu werden“

Wir erwarten bei der weiteren Umsetzung des Aktionsplans Inklusion bei allen Beteiligten nachhaltiges & leidenschaftliches Agieren und gehen davon aus, dass der Bezirksverband den spezifischen Herausforderungen gerecht wird.

Die GRÜNE FRAKTION mit Irmgard Münch-Weinmann, Waltraud Blarr und Werner Schreiner wird die Bearbeitung der Maßnahmen und evtl. ergänzende Bedarfe und Grundlagen des Aktionsplans Inklusion intensiv begleiten.

GRÜNE FRAKTION im BEZIRKSTAG PFALZ – 04.11.2026

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