Unsere Themen

Schutz von Mensch und Natur

Lichtblicke, Andrea Schranck

Im Zentrum der Region gelegen hat das Biosphärenreservat Pfälzerwald -Nordvogesen nicht nur einen zentralen Platz im Herzen aller Pfälzer*innen, sondern auch und vor allem eine wichtige Bedeutung für den Klimaschutz, den Erhalt bzw. die Steigerung der Biodiversität, die dringend notwendige Stärkung der regionalen Wirtschaft und des Tourismus. Wir nehmen die Verantwortung, die der Bezirkstag mit der Trägerschaft für die Gestaltung des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen übernommen hat, sehr ernst.

Dank des GRÜNEN Umweltministeriums konnten die naturbelassenen Kernzonen auf drei Prozent der Waldfläche ausgedehnt werden und damit deren Entwicklung zu einem „Urwald“ eingeleitet werden. In Zeiten anhaltenden Artenschwunds stellen Urwälder ein unverzichtbares Genpotential dar. Wir streben daher eine weitere Erhöhung der Kern- und Entwicklungszonen an. Mit der Besetzung der Geschäftsführer*innenstelle und den neu geschaffenen Projektstellen ist die Geschäftsstelle endlich in der Lage die dringend erforderliche Akquise und Umsetzung von Projekten zügig anzugehen, allen voran das Naturschutzgroßprojekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“. Dieses Projekt ist essentiell für die ökologisch und touristisch notwendige Offenhaltung der Freiflächen im Pfälzerwald. Damit verbunden ist eine signifikante Erhöhung der Artenvielfalt durch den, mit der Beweidung verbundenen, Saatentransport.

Die Hütten des Pfälzerwaldvereins und der Naturfreunde sind das Alleinstellungsmerkmal unseres Pfälzerwaldes. Mit der, von uns GRÜNEN angeregten, Sanierung unter Berücksichtigung erneuerbarer Energien, wie Biomasse oder PV-Anlagen, wollen wir diese zukunftsfähig und noch einzigartiger machen. Die Umwandlung der Pfalz- in eine Umweltakademie halten wir eine richtungsweisende Entscheidung und werden sie konstruktiv unterstützen. 

Eine große Gefahr für das Biosphärenreservat sehen wir im 4-spurigen Ausbau der B10, den wir GRÜNE entschieden ablehnen. Diese Straße zerschneidet jetzt schon den Pfälzerwald, versiegelt wertvolle Flächen und führt zu einer starken Zunahme der Verkehrsbelastung. Zudem werden die Tunnel Nadelöhre bleiben! Stattdessen wollen wir den Ausbau der Rad- und Schienenwege.

Nachhaltige Landwirtschaft 

Foto: Bernd Stoll (www.berndstoll.com)

Immer mehr Verbraucher*innen legen Wert auf gesunde Lebensmittel und deren umweltverträgliche Erzeugung. Wir wollen daher einen höheren Anteil  biologisch erzeugter Lebensmittel aus der Region als Gegenpol zu den Monokulturen und dem Intensiv-Gemüseanbau in der Vorderpfalz. Dieser geht mit einer starken Belastung der Böden und des Grundwassers einher und sollte daher sukzessive ersetzt werden. Ein wichtiges Anliegen ist uns die Weiterentwicklung der Versuchsanstalt Neumühle. Sie ist seit ihrer Gründung vor fast 70 Jahren zuständig für die Aus- und Fortbildung in der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen, halten wir unter den sich ändernden Ansprüchen der Verbraucher*innen eine Neuausrichtung im Hinblick auf eine biologische Fleischproduktion und die Vermittlung der damit verbundenen Kenntnisse für unabdingbar. Die einzige überbetriebliche Ausbildungsstätte für Viehhaltung in Rheinland- Pfalz muss erhalten bleiben. Wir regen an, die Schweine zukünftig gemäß verbindlicher Erzeugerrichtlinien zu halten, wie sie bspw. für Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. aus kontrollierter und artgerechter Haltung gelten.

Inklusion – „Nicht über uns ohne uns“

Ein weiterer grüner Schwerpunkt ist die inklusive Weiterentwicklung des Bezirkstags auf Basis der UN Behindertenrechtskonvention (UN-BHRK). Schon im Koalitionsvertrag haben sich CDU, SPD und GRÜNE auf einen inklusiven Bezirkstag verständigt, „der in allen Bereichen und im Sinne einer umfassenden Teilhabe noch existierende Barrieren jeglicher Art abbauen will und bei Neu- sowie Umbauten in ihren Einrichtungen ein besonderes Augenmerk auf die Barrierefreiheit legen will.“ Unter dem Motto „Nicht über uns ohne uns“ arbeitet der Bezirksverband Pfalz kontinuierlich an der Identifizierung und dem Abbau von Barrieren und dadurch an der Entwicklung zu einer inklusiven Gesellschaft.

Dabei steht hinter dem weiten Ansatz von Inklusion die Überzeugung, dass eine Gesellschaft inklusiv ist, die niemanden ausgrenzt. Dies erfordert, allen Menschen eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, indem unterschiedlichste individuelle Barrieren erkannt und beseitigt werden. Dazu gehören zum Beispiel Barrieren aufgrund von Behinderungen, aber auch aufgrund von Herkunft, Religion und Weltanschauung, sexueller Identität, von Einkommen und sozialem Status, Geschlecht und Alter.

Um die vorhandenen Barrieren zu identifizieren, werden die Inklusionsberichte von der Zentralverwaltung und den jeweiligen Einrichtungen des Bezirksverbands verfasst. Zu diesen Einrichtungen gehören unter anderem das Pfalztheater, das PIH (Pfalz Institut Hören und Kommunikation) sowie das Pfalzklinikum. Die Inklusionsberichte formulieren auch Ziele und konkrete Maßnahmen, die in einem Aktionsplan zusammengefasst und dem Bezirkstag vorgestellt werden. Um diese Einrichtungen miteinander ins Gespräch zu bringen, wird ein Inklusionstag ins Leben gerufen, der mit 5000 Euro vom Bezirkstag finanziert wird. Zudem wird eine Stelle für die Koordination der Inklusion geschaffen und darüber hinaus wird das Thema „Inklusion“ in den Denkwerkstätten des Bezirksverbandes behandelt, um die Mitarbeiter*innen hierfür zu sensibilisieren.

Dabei konnten inklusive Maßnahmen schon in einigen Bereichen umgesetzt werden. So werden am PIH hörende Kinder aufgenommen und eine Kooperation bezüglich der Oberstufe mit dem Karolinen-Gymnasium begonnen. Dabei können Kinder, die unter einer Hörbeeinträchtigung leiden, nach Beenden der Sekundarstufe I auf das Karolinen-Gymnasium wechseln und dort das Abitur ablegen. Auch in kulturellen Einrichtungen wie beispielsweise dem Naturkundemuseum und dem Schuhmuseum wurden Ansätze in Richtung Inklusion verwirklicht, sowie auch im touristischen Bereich beispielsweise im Kreis Südliche Weinstraße (www.suedlicheweinstrasse.de/barrierefrei) oder auch am Eiswoog bei Ramsen, wo es einen barrierfreien Erlebnispfad zu erkunden gibt. (www.pfaelzerwald.de/projekte/barrierefreier-naturerlebnispfad-am-eiswoog/)

Kultur und Bildung

Museen und Theater des Bezirksverbands bereichern das kulturelle Leben in der Pfalz. Wir Grüne stehen für den Erhalt des dreispartigen Pfalztheaters, den Ausbau von Kooperationen, etwa mit kleineren Profitheatern sowie soziokulturellen Initiativen und Bildungseinrichtungen und für eine Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit von Kunst- und Kulturinstitutionen wie Pfalzgalerie oder Historisches Museum. Außerdem stehen wir für eine bunte, vielfältige Kulturförderung in der Pfalz. Gerade in Zeiten, in denen die Kunstfreiheit vermehrt unter Beschuss gerät, ist der gesellschaftliche Beitrag von Kunst und Kultur zu gesellschaftlicher Vielfalt und Demokratiebildung nicht zu unterschätzen.

Gedenkarbeit ist 77 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus wichtiger denn je. Das Schicksal der Opfer darf nicht vergessen werden! Täter gab es auch in der Pfalz. Das zu erkennen kann junge Menschen vor der Verführung durch rechtes Gedankengut schützen. Erinnerungsarbeit ist Demokratiepädagogik und muss regional weiter entwickelt werden.

Die beiden Schulen des Bezirksverbandes sind etwas ganz Besonderes: Die Meisterschule in Kaiserslautern nimmt sich junger Menschen an, die sich schulisch und beruflich, oft nach schwieriger Schullaufbahn, qualifizieren wollen. Im PIH in Frankenthal lernen Nichthörende z.T. gemeinsam mit Hörenden bald hoffentlich auch bis zum Abitur im benachbarten Gymnasium. Beide Institutionen tragen zur Erfüllung der UN-Behindertenrechtskonzeption bei. Wir GRÜNE wollen die Inklusion in allen Bildungseinrichtungen!

Klimaschutz und neue Energie

Klimaschutz ist der umfassendste Naturschutz. Wir fordern ein Energie- und Klimaschutzkonzept für die Weiterentwicklung des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Wir wollen die Energiewende vor Ort demokratisch unter Beteiligung der Bevölkerung planen und umsetzen. Die Landschaft der Energieerzeuger in der Pfalz ist geprägt von zahlreichen Stadt- und Gemeindewerken sowie den Pfalzwerken. Auch Energiegenossenschaften sind wichtige Bausteine für die Umsetzung unserer Vision einer Energieversorgung in Bürger*innenhand. Die Möglichkeiten, die sich dem Bezirksverband als Mehrheitseigner der Pfalzwerke und als Kommunalverband bei der Umsetzung der Energiewende bieten, wollen wir aktiv nutzen – von Ladestationen für E-Bikes und E-Autos bis hin zu mehr Solarenergie in der Pfalz.

Gesundheit: Pfalzklinikum

Das Pfalzklinikum ist einer der größten Arbeitgeber in der Südpfalz und mit seinen ambulanten und stationären Angeboten pfalzweit der Anlaufpunkt für Menschen mit seelischer Erkrankung. Jeder Dritte braucht im Laufe seines Lebens diesbezüglich Hilfe. Deshalb muss die Klinik ein sicherer Ort sein und bleiben – auch für Menschen, die als Geflüchtete hier ankommen.

GUTES & GESUNDES ESSEN in KITAS & SCHULEN

GRÜNE wollen gutes & gesundes Essen für die Kinder in Kitas & Schulen. Hier wird sich in den Kommunen in der Pfalz noch so manches bewegen müssen. Lasst uns gemeinsam auf den Weg machen und attraktives Essen anbieten: REGIONAL – SAISONAL – FRISCH
Kinder und Jugendliche stehen für mehr NACHHALTIGKEIT & KLIMASCHUTZ. Lasst uns in die Kochtöpfe mehr Frische mit Regionalem & Saisonalem bringen.